Die Unfallanalytik

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich neben dem "Tagesgeschäft" mit dem Thema Unfallanalytik.

Auch wenn für den "normalen" Geschädigten ein unfallanalytisches Gutachten nicht in Frage kommt, so kann eine Rekonstruktion der Unfallverlaufs in extremen Fällen vorteilhaft sein, wenn es beispielsweise um die Unfallvermeidbarkeit oder eine Geschwindigkeitsanalyse geht.

In kaum einem Bereich des Kfz-Sachverständigenwesens geht es um so wichtige und teilweise sogar existentielle Fragestellungen wie im Bereich der Unfallanalytik.

- Kann der Ablauf des Verkehrsunfallereignisses rekonstruiert werden?

- Können Aussagen zu den unfallbedingten Verletzungen getroffen werden ?

- Kann die Geschwindigkeit zum Zeitpunkt des Unfalles festgestellt werden?

Diese Fragen und viele andere mehr werden durch die Unfallanalytik beantwortet.


Neben dieser Art der Rekonstruktion kann es aber auch für den Schädiger zu Fragen kommen, ob und wie man die vom Gegner geltend gemachten Schäden überhaubt verursacht haben kann.

Hierbei können im Zuge einer unfallanalytischen Betrachtungsweise Antworten auf die plausiblen, kausalen sowie kompatiblen Hintergründe gegeben werden.

Plausibilität bedeutet so viel wie Stimmigkeit, Richtigkeit. Das Wort wird benutzt, um eine Aussage über die richtige Größenordnung von gemessenen oder berechneten Werten zu treffen. Die Plausibilität umfasst Betrachtungen zum Weg-Zeit-Geschwindigkeitsverhalten der beteiligten Fahrzeuge und Personen unter Betrachtung von physikalisch-technischen Gesetzmäßigkeiten sowie auch der verwertbaren Schilderungen der beteiligten Personen zum Hergang des Schadenereignisses.

Kausalität bezeichnet die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung, betrifft also die Abfolge aufeinander bezogener Ereignisse / Zustände. Die Kausalität hat eine feste zeitliche Richtung, die immer von der Ursache ausgeht, auf die die Wirkung folgt. Kurz: Ein Ereignis oder ein Zusand A ist die Ursache für die Wirkung B, wenn B von A herbeigeführt wird (Der Tritt auf das Gaspedal verursacht, dass das Auto fährt).

Kompatibilität umfasst die gegenseitige Zuordnung der Beschädigungsbilder (u. a. Spuren markanter Form, Spuren mit Einmaligkeitscharakter) sowie der Beschädigungsintensität unter Beachtung der Steifigkeit der an der Kollision primär und sekundär beteiligten Fahrzeugzonen.


Zu kompliziert? Kein Problem, ich kümmere mich darum.

0152 / 534 15 655